Kurze Entstehungsgeschichte

Angefangen hat es unter Linux mit Übungsbeispielen zu Python(3). Dazu zählten String-Formatierung, Arbeiten mit der einfachen sqlite3-Datenbank, mit dem Fork Pillow von PIL (Python Image Library), Parallelprogrammierung und Verschiedenes mehr. Da war mir das dicke Handbuch "Python 3 - Das umfassende Handbuch" von Johannes Ernesti und Peter Kaiser eine wertvolle Hilfe.

Nach einiger Zeit wurde das mit der Kommandozeile etwas langweilig. Ein grafische Obefläche sollte zum Einsatz kommen. Die Verbindung von Python mit Qt erschien mir das geeignete Mittel der Wahl zu sein. Die Entscheidung fiel auf die Python-Bindings PyQt von Riverbank. Damit war der Einstieg zu Qt vorprogrammiert. Da ich Bücher bei der Lektüre den Online-Dokumentationen vorziehe, war ich erst einmal enttäuscht, dass es keine aktuellen Werke gab. Irgendwie habe ich mich dann doch durchgeschlagen. Die Online-Dokumention zu Qt war recht gut.

Die erste Übung war eine simple Anzeige von Bildern. Nach und nach hatte ich verschiedene Ideen, dieses und jenes auszuprobieren. Es sollte so etwas wie Gwenview entstehen. Aber nur so "just for fun".

Ab September jeden Jahres fange ich oft an, Bilder und Fotos, die im Laufe des Jahres entstanden sind, zu Kollagen für selbstgemachte Kalender zu erstellen. Mit ziemlicher Sicherheit kommt deshalb Gimp ins Spiel. Was mich dabei immer genervt hat (das trifft nicht nur auf Gimp zu), ist der Dateiöffnungsdialog. Die Dateinamen meiner Bilder sind ziemlich abstract. Das macht es ziemlich schwierig auf Anhieb den richtigen Dateinamen zu finden. Eine Hilfe ist zwar die einzelne kleine Vorschau für ein Bild. Ich brauchte meist mehrere Versuche das richtige Bild zu finden. Mein Kurzzeitgedächtnis für meine Dateinamen bewegt sich im Nanosekunden-Bereich. Ist also so gut wie nicht vorhanden.

Da kam mir die Idee mein noch Übungsprogramm zu verwenden, um mit dessen Hilfe zielsicherer die richtige Bilddatei zu öffnen. Ein Kommunikation über eine DBus-Verbindung und einem Gimp-Plugin schien mir ein brauchbares Mittel zu sein. Die größte Hürde dabei war, das mein Übungsprogramm Python3 verwendet, die Python-Schnittstelle von Gimp jedoch die Python-Version 2 nutzt. Mit einigen Klimmzügen habe ich es dann geschafft, auf diese Art und Weise Bilder ohne den üblichen Dateidialog in Gimp zu öffnen.

Nach und nach kamen weitere Ideen, wie das gleichzeitige Übertragen mehrere Dateinamen, um diese entweder in einer Ebenengruppe oder als seperate Bilder zu öffnen.

In diesem Zusammenhang entstand auch die Idee der Pinwand. In den einschlägigen Programmen (DigiKam zum Beispiel) werden gern Sterne oder andere Markierung verwendet. Für meine Kollagen brauchte ich für ein Monatsblatt höchsten 4 - 6 Bilder. Weil ich oft nicht sicher war, welche Bilder ich zu einem Bild zusammenstellen konnte, war eine Pinwand für mich ein geeignete mögliche Alternative. Damit waren Bilder aus verschiedenen Verzeichnissen einfach zusammenzustellen (und zu verwefen) und in einem Rutsch über die DBus-Verbindung zu Gimp weiterzuleiten und diese dann dort weiter zu bearbeiten.

Wenn man erst einmal angefangen hat, Ideen zu entwickeln, kommt dann noch die eine und andere Idee hinzu. Manche werden dann wieder verworfen. Irgendwie hatte das ganze Übungsbeispiel eine Art Schneeballeffekt zur Folge und in der Arbeit mit dem Programm hat sich dann dieses Programm entwickelt, das ich "PikaPiks" getauft habe (was auch immer das heissen mag).

Was das Programm PikaPiks allerdings nie ausführen sollte, sind Bildmanipulationen irgendeiner Art. Und sei es nur eine Rotation um 90 Grad. Wenn es sein muss, nutze ich ein anderes Werkzeug.

Falls jemand dieses Programm mag und einsetzt, freut es mich. Da Software eigentlich nie fertig ist, habe ich bestimmt mit den nächsten Bildzusammentstellungen noch andere Ideen. Bugs gibt es sicherlich auch noch., denn "nobody is perfect". Und ein Meister fällt erst recht nicht vom Himmel. Manche Ausführungszeiten sind etwas gewöhnungsbedürftig. Vielleicht finde ich eventuell noch eine effektiviere Umsetzung.

Vieles ist nicht perfekt. Meinen Ansprüchen reicht es (noch) momentan.

Also viel Spaß. Und das Handbuch hier gibt hoffentlich ein wenig Hilfe.

Hinweise, Wünsche, Kritiken und Fehlermeldungen können an diese Adresse gesendet werden: pikapiks (at) gm4t9 (punkt) de. Ich werde mich bemühen, darauf einzugehen.